Aus der Gruppe

Maria Rast, Telgte

Projektbezeichnung: Maria Rast, Telgte  

Bauherr: Betreiber Caritas Seniorenheime GmbH

Aufgabenstellung:

50 Jahre nach der Eröffnung erfüllte das Seniorenheim „Maria Rast“ in Telgte 2008 nicht mehr die Ansprüche, die an eine moderne Senioren-Einrichtung gestellt werden. Insbesondere galt es, die gesetzlichen Vorschriften gemäß Landespflegegesetz NRW, die unter anderem einen Einzelzimmeranteil von 80% vorschreiben, zu realisieren. Darüber hinaus sollte die Einrichtung nach pflegerischen, bautechnischen und energetischen Gesichtspunkten auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt war, dass alle Neu-, Umbau- und Renovierungsarbeiten im laufenden Betrieb der Einrichtung stattfinden mussten.

Projektleistungen der Kirchner-Gruppe: 

  • Beratung, Organisation sowie die Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern
  • Architektur
  • Ankauf und Entwicklung des gesamten Areals
  • Organisation der Finanzierungsmittel unter Berücksichtigung bestehender Finanzierungen
  • Durchführung der Bau- und Modernisierungsmaßnahmen als Generalunternehmer

Projektfakten:

  • Investitionsvolumen: 6.000.000,00 Euro
  • Dauer Planungsphase: ca. 8 Monate
  • Dauer Bauzeit: 22 Monate
  • Finanzierungsmodell: Sale-lease-back – Die Kirchner-Gruppe erwarb die bestehende Einrichtung/Grundstück unter gleichzeitigem Abschluss eines Pachtvertrages mit der Caritas Seniorenheime GmbH. So wurden die Rollen optimal verteilt: Die Kirchner-Gruppe konzentriert sich auf die Immobilie, die Caritas Seniorenheime GmbH auf die Pflege.

Sonstige Fakten:

  • Pflegeplätze: 81
  • Pflegegruppen: 6
  • Seniorenwohnungen: 40

Planungs-/Bauphase:

Im ersten Schritt erfolgte die Fertigstellung des Neubaus. Im Anschluss konnten die ersten Bewohner in den Neubau einziehen, sodass ein Teil des Bestandsgebäudes abgerissen und der verbleibende Bestand umgebaut und modernisiert werden konnte. So wurde zu Beginn unter anderem auch die ehemalige Kapelle profanisiert und zu einer Wohngruppe mit einem außergewöhnlichen Flair umgebaut. Im Verlauf der Bauarbeiten entstand ein neuer Andachtsraum, der durch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn eingeweiht wurde.  

Neben den pflegerischen Gesichtspunkten standen Maßnahmen zur Optimierung der energetischen Faktoren im Mittelpunkt des Projektes. Daher wurde eine moderne Pellet-Heizungsanlage installiert. In Verbindung mit einer leistungsstarken Dämmung und hochisolierten Fenstern wurden die Nebenkosten der Immobilie deutlich zu gesenkt und ein effizienter Betrieb gewährleistet. 

Mit Hilfe des damaligen Sozialministers Karl-Josef Laumann gelang es, die durch die Universität Witten-Herdecke wissenschaftlich begleitete Pflegeoase, ein neues Konzept zur Unterbringung schwerstdementer Bewohner der Pflegestufe 3+ in einem Gemeinschaftszimmer, zu realisieren. Darüber hinaus entstand im Innenhof ein Sinnesgarten, in dem sich Bewohner auch mit schwerer Demenz frei bewegen und entspannen können.      

Beschreibung des fertigen Projektes:

Aus der „Einrichtungen mit den längsten Fluren des Landes“ wurde eine der modernsten und innovativsten Einrichtung in NRW, die flexibel auf die Anforderungen der nächsten Generationen reagieren kann. Alle Grundstücke wurden bebaut und ihrer Nutzung zugeführt. Bereits bei Fertigstellung waren alle 40 Seniorenwohnungen vermietet. Auch das tägliche Zusammenleben der Bewohner unterschiedlichster Altersstufen im Pflegebereich und betreuten Wohnen gestaltet sich unkompliziert und harmonisch.